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LVR-Therapiezentrum Bergheim: Alles, was eine moderne Klinik braucht

LVR-Klinik Düren verkürzt Wege zu Therapie und Behandlung / Gelungene Kooperation mit dem Maria-Hilf-Krankenhaus

Gruppenfoto vor dem neuen Therapiezentrum
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Bei der Eröffnung des Therapiezentrums Bergheim (V.l.n.r. Dieter Kesper (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung der Cellitinnen), Bernhard Ripp (Stellvertretender Landrat des Rhein-Erft-Kreises), Martina Wenzel-Jankowski (LVR-Dezernentin Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen), Dr. Norbert Weißig (Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 3 / Stellvertretender Ärztlicher Direktor), Gerda Recki (Vorsitzende des Krankenhausausschusses 1) und Michael van Brederode (Vorsitzender des Klinikvorstands der LVR-Klinik Düren)). Foto: Guido Schiefer / LVR

Bergheim/Düren/Köln, 27. April 2017

Direkt vor der Haustür der Bergheimer Bürgerschaft öffnet heute das LVR-Therapiezentrum Bergheim (TZB) des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) offiziell seinen Türen. Statt des Weges bis zur LVR-Klinik nach Düren, gibt es jetzt einen kurzen Weg zur Behandlung und Therapie. Im viergeschossigen Neubau an der Klosterstraße 2a werden nun psychiatrische Leistungen und Hilfen gemeindenah angeboten. Rund 18 Millionen Euro investierte der LVR in das Kooperationsprojekt mit der Stiftung der Cellitinnen. Die Trägerin des Maria-Hilf-Krankenhauses errichtete das Zentrum für den LVR. Der Komplex bietet eine Klinik im Kleinformat, aber mit vergleichbaren Leistungen wie ein großes psychiatrisches Krankenhaus: 64 stationäre Betten, eine Tagesklinik mit 24 Plätzen und eine psychiatrische Akutbehandlung.

Mit zahlreichen Gästen und dem Klinikvorstand der LVR-Klinik Düren feierten Bernhard Ripp als stellvertretender Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Dieter Kesper als Stiftungsvorstandsvorsitzender der Cellitinnen, LVR-Gesundheitsdezernentin Martina-Wenzel-Jankowski und Gerda Recki (SPD) als Vorsitzende des zuständigen Krankenhausausschusses (1). Der ärztliche Leiter des neuen Therapiezentrums, Chefarzt Dr. Norbert Weißig, erläuterte das fachliche Konzept des TZB. Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten am Nachmittag beim Tag der offenen Tür die Möglichkeit, die neue Einrichtung und Ihre Angebote kennenzulernen.

„Eine ortsnahe, bedarfsgerechte und leistungsfähige Versorgung der Bevölkerung war und ist unser Ziel. Ich kann Ihnen sagen, diesen Ansprüchen wird die Gesamtkonzeption des Therapiezentrums Bergheim in allen Punkten gerecht. Mitarbeitende der medizinischen, co-therapeutischen und pflegerischen Berufe bieten hier Patientinnen und Patienten ein rundum gelungenes, vielgestaltiges Konzept“, betonte Gerda Recki als Vorsitzende des zuständigen Krankenhaus-Ausschusses 1. Das Neubauprojekt ist ein Baustein eines rund 492 Millionen Euro schweren Bau- und Investitionsprogrammes, dass die politische Vertretung des LVR 2009 auf den Weg brachte.

Vernetzung der kommunalen Versorgung

Blick in den hellen Therapieraum mit zwei Tischen, Stühlen und Bildern an der Wand.
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Moderne Psychiatrie in modernem Haus. Foto: Guido Schiefer / LVR

Kurze Wege zur Behandlung und einen täglichen Kontakt mit den Angehörigen – mit dem neuen Therapiezentrum macht der LVR-Klinikverbund und die LVR-Klinik Düren die psychiatrische Behandlung einfacher, lange Fahrtzeiten entfallen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Maria-Hilf-Krankenhaus kann die neue Klinik eine Versorgungslücke schließen: „Im Rhein-Erft-Kreis gab es vorher nur teilstationäre oder ambulante Angebote. Die Eröffnung dieses LVR-Therapiezentrums bewirkt eine erhebliche Verbesserung. Die Wahl des sehr guten Standortes im Zentrum von Bergheim beinhaltet Chancen für eine vernetzte, integrierte und disziplinübergreifende Behandlung – insbesondere mit Blick auf das Feld der Psychosomatik“, stellte LVR-Gesundheitsdezernentin Martina Wenzel-Jankowski heraus. Menschen mit psychischen Störungen wie Depressionen, Ängste, Essstörungen, Schizophrenie, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen sowie gerontopsychiatrischen Erkrankungen könnten nun angemessen behandelt werden, so die LVR-Dezernentin, zuständig für den LVR-Klinikverbund, zu dem neun psychiatrische Kliniken gehören.

LVR-Therapiezentrum Bergheim nahe am Alltag

Die Erfahrung im psychiatrischen Alltag zeigt, dass Patientinnen und Patienten von der engen Zusammenarbeit und der räumlichen Nähe aller an der Behandlung Beteiligten profitieren. Der Übergang vom stationär, zu teilstationär oder ambulant kann individuell je nach Krankheitsbild und Entwicklung der Gesundung ausgerichtet werden. Auch die Versorgung nach der Entlassung, was durchschnittlich nach drei bis vier Wochen der Fall, wird in Gemeindenähe einfacher: „Die enge Zusammenarbeit mit allen Säulen der psychiatrischen Versorgung – hier zu nennen sind die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die zuständigen Sozialpsychiatrischen Zentren und alle anderen relevanten Träger und Einrichtungen, ist Grundvoraussetzung für eine gelingende Behandlung“, weiß Dr. Dr. Norbert Weißig als Ärztliche Leiter des TZB und Chefarzt einer Abteilung für Allgemeinpsychiatrie der LVR-Klinik Düren. Das neue TZB hätte die besten Voraussetzungen für eine gute Kooperation mit den außerklinischen Einrichtungen und Trägern, betonte Psychiater und Psychotherapeut Dr. Weißig.

Fakten zum Neubau:

Architekten: Breithaupt Architekten (Andreas Breithaupt, Salzkotten)
Betrieb ab: 1. Mai 2017
Baukosten: 18 Millionen Euro
Bauzeit: 15 Monate
Nutzfläche: 3.500 qm

Die Kontaktdaten des LVR-Therapiezentrums Bergheim:

Klosterstraße 2a, 50126 Bergheim
Aufnahmebüro/Ambulanz (für den Erstkontakt):
Telefon: 02271 9848-1004 oder -1005

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