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Neuerscheinung: LVR-Psychiatrie-Report 2016

LVR-Klinikverbund veröffentlicht neues Format / Schwerpunktthema Migration und Integration

Rheinland/Köln, 28. Oktober 2016

Premiere für den „Psychiatrie-Report 2016“ – in einem neuen Format legt der Klinikverbund des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) einen Bericht über die psychiatrische Versorgung in seinen Kliniken vor. Die 92 Seiten starke Publikation gibt einen detaillierten Überblick in die Behandlungsangebote und Versorgungskonzepte der LVR-Fachkliniken in Bedburg-Hau, Bonn, Düren, Düsseldorf, Essen, Köln, Langenfeld, Mönchengladbach und Viersen. Daneben wird das Schwerpunktthema Migration und Integration in den Mittelpunkt gerückt. Die Informationen werden als Hintergrundartikel sowie in Zahlen + Fakten anschaulich aufbereitet. Im Gesundheitsausschuss der Landschaftversammlung Rheinland unter dem Vorsitz von Margret Schulz (Aachen, SPD) wurde heute der Psychiatrie-Report 2016 den Politikerinnen und Politikern vorgestellt. Die Publikation ist in gedruckter Form oder als PDF im Internet verfügbar.

„Auch wenn das Thema Psychiatrie dank vieler Antistigma-Kampagnen stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist, brauchen wir weiterhin eine gute Aufklärung. Der Psychiatrie-Report 2016 soll dazu seinen Beitrag leisten“, betonte Margret Schulz anlässlich der Vorstellung. Der Bericht solle helfen, Ängste und Barrieren abzubauen, wolle aber auch Betroffenen Mut machen und Hilfsangebote aufzeigen, so die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses.

Deutschlandweit und auch im Rheinland hat die steigende Zahl psychisch erkrankter oder traumatisierter Flüchtlinge die psychiatrischen Kliniken vor große Herausforderungen gestellt. So auch die LVR-Kliniken. Im Schwerpunktthema „Migration und Integration“ stellen sie qualifizierte und pragmatische Lösungsansätze vor. Eines der Leitziele des LVR-Klinikverbundes ist die Förderung der Kultursensibilität in seinen neun Kliniken. „Unsere Kliniken leisten einen großartigen Beitrag zur Integration von Migranten und Migrantinnen sowie in der Bewältigung der ‚Flüchtlingskrise‘. Die zu uns kommenden Menschen benötigen individuelle Hilfe, Begleitung und Therapie. Mit so genannten Sprach- und Integrationsmittlern helfen wir zum Beispiel, Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede im Klinikalltag zu überwinden. Das deutschlandweit einzigartige Angebot hat sich in unseren Fachkliniken bewährt“, erklärt Martina Wenzel-Jankowski als LVR-Dezernentin für den Klinikverbund.

Ein gutes Praxisbeispiel ist auch die Traumbehandlung von besonders schutzbedürftigen, schwer traumatisierten Flüchtlingen. Abteilungsübergreifend werden psychiatrische sowie psychosoziale Behandlungs- und Hilfsangebote (im Zusammenhang mit einer psychiatrischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung) koordiniert. Ein weiteres Erfolgsmodell sind kunsttherapeutische Angebote für Kinder von Flüchtlingsfamilien: Die Kreativangebote können Flüchtlingskindern eine belastungsfreie Auszeit vom in der Regel hochbelasteten, verunsicherten Alltag bieten.

Der LVR versorgt in seinen neun psychiatrischen Fachkliniken jährlich rund 60.000 psychisch erkrankte Menschen und ist für die Pflichtversorgung von bis zu 5,4 Millionen Menschen im Rheinland zuständig.

Ansprechpartnerin für redaktionelle Rückfragen:

Katharina Landorff
LVR-Fachbereich Kommunikation
Telefon 0221 809-2527
E-Mail: katharina.landorff@lvr.de

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