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„Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“

Film ab sofort auf DVD erhältlich

Eine alte Uhr mit römischen Zahlen lehnt an einer Mauer, die mir Efeu überwuchert ist.
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Foto: © sagamedia

Wenige Monate nach der erfolgreichen Premiere ist ab sofort der Dokumentarfilm „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“ auf DVD erhältlich. Ein Informationsfilm zum Thema Depression ergänzt die Veröffentlichung. Die Macher des Films stellen sich heute zur Leipziger Filmpremiere den Fragen von Journalisten und Publikum.

Mit dem Filmprojekt „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“ wollen die Filmemacher Michaela Kirst und Axel Schmidt gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe über Depression aufklären und das Verständnis für die Erkrankung fördern. Dafür haben sie zwei an Depression erkrankte Frauen und eine betroffene Familie über ein Jahr begleitet. „Aus meiner langjährigen Erfahrung als Psychiater weiß ich, wie belastet diejenigen sind, die neben ihrer Erkrankung auch noch gegen gesellschaftliche Vorurteile ankämpfen müssen. Auch die Angehörigen sind oft überfordert und hilflos. Wir brauchen Vorbilder und Orientierung im Umgang mit der Erkrankung. Dies wird unser Filmprojekt leisten: Unsere Protagonisten haben die Erkrankung selber erlebt und wir begleiten sie auf ihrem Weg im Umgang mit der Erkrankung“, erläutert Initiator Axel Schmidt die Motivation für das Filmprojekt.

„Wir freuen uns sehr, dass heute nach zweijähriger Planungs- und Drehphase der Film nun auf DVD erscheint. 5,3 Millionen Menschen erkranken im Laufe eines Jahres in unserem Land an einer behandlungsbedürftigen, unipolaren Depression. Damit sind wir alle mittelbar oder unmittelbar von der Krankheit betroffen – weil wir selbst betroffen sind oder nahe Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen. Dennoch trauen sich viele Menschen nicht ärztliche und/oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei ist Depression eine Erkrankung wie andere Erkrankungen auch“, ergänzt Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Der zeitgleich erscheinende Informationsfilm greift Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm auf und lässt führende Experten auf dem Gebiet der Erforschung und Erkrankung von Depression zu Wort kommen. In acht Kapiteln werden die wichtigsten Fragen zu Erscheinungsbild, Ursachen und Behandlung beantwortet. Dabei erhalten Angehörige in einem entsprechenden Kapitel hilfreiche Informationen zum Umgang mit depressiv erkrankten Familienmitgliedern oder Freunden. Ebenso werden der Umgang mit Depression am Arbeitsplatz und Möglichkeiten der Rückfallprophylaxe – Was kann ich selbst für mich tun? – angesprochen.

„Eine absolut sehenswerte Dokumentation. Ich hatte das Glück, bei der Premiere dabei zu sein und anschließend mit den Protagonisten zu sprechen. Der Film und diese Begegnungen haben mich sehr berührt. Wie die Krankheit den Alltag der Betroffenen prägt, wie sie damit umgehen und wie sie sich immer wieder rausarbeiten – das hat mich beeindruckt“, sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender vom AOK-Bundesverband, der sich als Hauptförderer des Projektes engagierte. „Mit dem Film öffnen wir Fenster in das Leben von Betroffenen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für mehr Akzeptanz und Verständnis im Hinblick auf diese Erkrankung“, ist Litsch überzeugt. Weitere Unterstützer sind die AOK PLUS, die den Aufbau einer interaktiven Webseite zum Film fördert, und die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.

Beide Filme sind ab sofort über www.buendnis-depression.de/infomaterial-bestellen auf DVD (23,40 € zzgl. Porto) erhältlich.

Zeitgleich zum DVD-Release startet derzeit eine deutschlandweite Filmtournee. Heute wird der Dokumentarfilm im Rahmen der Veranstaltung „Novemberleuchten“ des Leipziger Bündnisses gegen Depression in der Moritzbastei (Universitätsstraße 9, Leipzig) zu sehen sein. Filmstart ist 19:00 Uhr. Danach gibt es eine offene Gesprächsrunde mit den Filmemachern Axel Schmidt und Michaela Kirst, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Deutsche Depressionshilfe Prof. Dr. Ulrich Hegerl, sowie Christine Reuter als Expertin in eigener Sache. Abschließend stehen die Podiumsgäste und Hannelore Strobel von der AOK PLUS interessierten Journalisten in einem Pressegespräch zur Verfügung. Der Eintritt für die Filmvorführung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten über info@buendnis-depression-leipzig.de.

Presseservice / Pressekontakt:

Hintergrundinformationen und kostenfreies Bildmaterial unter https://www.dropbox.com/sh/l1zhwhiu19fvc1q/AABODUwX8s6vXnmtCzAW5e__a?dl=0

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Susanne Baldauf
Geschäftsführerin
Tel.: 0341 / 97-24493
E-Mail: pr@deutsche-depressionshilfe.de

Deutsches Bündnis gegen Depression

Ines Heinz
Projektleiterin
Tel.: 0341 / 97-24585
E-Mail: info@buendnis-depression.de

sagamedia büro berlin

Michaela Kirst,
Director / Producer
Danziger Straße 19, 10435 Berlin
Tel.: 030 / 55512309
E-Mail: michaela.kirst@sagamedia.de

Axel Schmidt
Filmemacher, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Ägidiusstraße 52, 50937 Köln
Tel.: 0170 / 8029500
E-Mail: axlschmidt@netcologne.de

Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Depression erforschen – Betroffenen helfen – Wissen weitergeben

Ziel der 2008 gegründeten Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Ulrich Hegerl) ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in Deutschland zu leisten. Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist der Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt. Neben Forschungsaktivitäten bietet die Stiftung Betroffenen und Angehörigen vielfältige Informations- und Hilfsangebote wie das Diskussionsforum Depression und das deutschlandweite Info-Telefon Depression (0800 33 44 5 33). Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe koordiniert das Deutsche Bündnis gegen Depression zahlreiche lokale Maßnahmen und Aktionen: In über 75 Städten und Kommunen haben sich Bündnisse gebildet, die auf lokaler Ebene Aufklärung über die Erkrankung leisten. Seit 2014 kooperiert die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH beim Aufbau des Forschungszentrums Depression und weiteren versorgungsnahen Projekten. Damit ist sie die erste Unternehmensstiftung, die sich für das Thema Depression bzw. psychische Gesundheit einsetzt.
Mehr Infos: www.deutsche-depressionshilfe.de

Sagamedia

Die sagamedia Film- und Fernsehproduktion GmbH wurde 2005 von Iris Bettray und Jutta Pinzler zusammen mit einer erfahrenen Mannschaft von Filmemachern und Journalisten gegründet. Bei allen Themen, Reportagen, Dokumentationen und non-fiktionalen Serien der sagamedia steht der Mensch im Mittelpunkt. Seitdem sind zahlreiche Formate entstanden, die mit viel Erfolg auf den unterschiedlichsten Sendeplätzen ausgestrahlt wurden. Michaela Kirst leitet seit November 2011 das Berliner Büro von sagamedia und setzt als Regisseurin und Produzentin Dokumentationen und Dokumentarfilme um.

Axel Schmidt

Axel Schmidt ist Filmemacher und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Durch seine langjährige Tätigkeit verfügt er über viele Erfahrungen im Umgang mit der Behandlung von Menschen mit Depression. Sein großes Anliegen ist es, einen Beitrag dafür zu leisten, die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen zu reduzieren. So ist er mittlerweile neben seiner ärztlichen Tätigkeit als Regisseur und Produzent von medizinisch-psychologischen Filmen und in der Konzeption von Medienprojekten engagiert.

AOK-Bundesverband

Der AOK-Bundesverband ist der dienstleistungsorientierte Interessenvertreter der AOK-Gemeinschaft. Die Gesundheitskasse versichert in elf verschiedenen AOKs bundesweit mehr als 24 Millionen Menschen – fast ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Kernaufgabe des AOK-Bundesverbandes ist es, die Interessen des AOK-Systems gegenüber der Bundespolitik, dem GKV-Spitzenverband und den Vertragspartnern der AOK zu vertreten. Hier engagiert sich der Bundesverband für eine qualitativ gute und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung der AOK-Versicherten.

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