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LVR-Symposium 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das LVR-Symposium 2017 stellt die Frage in den Vordergrund, was es bedeutet, psychisch erkrankt zu sein, und welche Herausforderungen sich für die Versorgung von psychisch Erkrankten gerade in der heutigen Zeit ergeben. Damit sind zentrale Fragen der klinischen Versorgung angesprochen, aber auch der Gesundheitspolitik, der Erforschung der Ursachen sowie der Diagnostik und Therapie psychischer Störungen. Dementsprechend weitgefasst präsentiert sich das Themenspektrum des LVR-Symposiums 2017, zu dem wir Sie heute herzlich einladen möchten.

Als kommunaler Regionalverband und größter regionaler Träger psychiatrischer Krankenhausversorgung sieht sich der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in einer besonderen Verantwortung, sich den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Versorgung psychisch Erkrankter zu stellen und Impulse für die Weiterentwicklung zu geben.

Die Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 2. Februar 2017, wird in drei Einführungs-Plenarvorträgen zunächst das Themenfeld umreißen. Frau Staatssekretärin M. Hoffmann-Badache (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen) wird versorgungspolitische Aspekte aus Landessicht erläutern. Nach einem Überblick über die vielen Facetten des Themas „Psychisch erkrankt heute“ (M. Wenzel-Jankowski, Köln) wird A. Meyer-Lindenberg (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, ZI Mannheim) Konzepte psychischer Störungen im Spannungsfeld von Neuro- und Sozialwissenschaften darstellen.

Das weitere Symposiumprogramm ist in vier Themenblöcke gegliedert:

  • Am Vormittag des ersten Symposiumtages steht die Frage im Vordergrund was es heute bedeutet psychisch erkrankt zu sein. Nach einführenden Plenarvorträgen aus Sicht der Betroffenen (R. Fricke, Herford), der Angehörigen psychisch Erkrankter (G. Schliebener, Bonn) sowie der Krankenkassen (M. Mohrmann, Düsseldorf) wird es in drei parallelen Vertiefungsworkshops um die Themen der Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch Erkrankter, ethische Fragen der Versorgung psychisch Erkrankter in verschiedenen Lebensphasen sowie das Themenfeld „Gesellschaft, Ethik und Recht“ gehen.
  • Am Nachmittag des ersten Symposiumtages steht das Thema der heutigen gesellschaftlichen Bedeutung psychischer Erkrankungen im Mittelpunkt. Nach einleitenden Plenarvorträgen zu den Themen „Von der Integration zur Inklusion“ (B. Woltmann, Köln) und „Inklusion – eine gesundheitspolitische Aufgabe“ (J. Holke, Düsseldorf) folgen drei Vertiefungsworkshops zu „Psychiatrie und Gesellschaft“, „Unterbringung und Zwangsbehandlung“ sowie „Inklusion – Schlagwort oder gelebte Realität?“.
  • Am Vormittag des zweiten Symposiumtages stehen Aspekte der Behandlung und Versorgung im Fokus. Drei Plenarvorträge stellen die Sicht des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen (F. Schoeler-Rädke, Berlin), die Sicht der Betroffenen (J. Brandenburg, Köln) und die Sicht der Angehörigen psychisch Erkrankter (C. Trautmann, Bonn) auf die angestrebte Qualität in der Versorgung psychisch Erkrankter dar. Die anschließenden Vertiefungsworkshops beschäftigen sich mit innovativen Versorgungsmodellen im Spannungsfeld von Qualität und Wirtschaftlichkeit, inem Ausblick auf künftige Therapieoptionen sowie mit der Rolle der Medien bei der Berichterstattung über psychisch Erkrankte und als Kommunikationsmedien für und mit psychisch Erkrankten.
  • Am Nachmittag des zweiten Symposiumtages wird das Thema Qualitätsziele in der Behandlung und Versorgung fokussiert und vertieft. Die drei Vertiefungsworkshops setzen sich mit den Themenkomplexen der Qualitätsmessung, der Frage nach den erwünschten Ergebniszielen sowie mit neuen Initiativen für mehr Qualität in der Versorgung psychisch Erkrankter auseinander.

Der zweite Veranstaltungstag endet mit einer Abschlussdiskussion im Plenum.

Diese Struktur des Symposiums mit zentralen Plenarveranstaltungen und parallelen Vertiefungsworkshops soll allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine flexibel an den individuellen Interessen orientierte Teilnahme und eine eigene inhaltliche Schwerpunktsetzung ermöglichen.

Wir danken allen Expertinnen und Experten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland für ihre Bereitschaft, das LVR-Symposium 2017 „Psychisch erkrankt heute“ mit ihren Beiträgen zu unterstützen und freuen uns auf einen interessanten und vielfältigen Austausch mit ihnen. Dem LVR-Institut für Versorgungsforschung sowie den Mitgliedern des „Think Tank“ des LVR-Klinikverbundes danken wir für die Unterstützung bei der Konzeptionierung des LVR-Symposiums 2017. Ein besonderer Dank gilt auch den Mitgliedern der Projektgruppe Organisation des LVR-Klinikverbundes, die in bewährter Weise gemeinsam mit dem LVR-Institut für Versorgungsforschung die organisatorischen Vorbereitungen des LVR-Symposiums 2017 übernommen haben.

Wir hoffen, Ihnen damit ein vielfältiges und spannendes Programm bieten zu können. Wir freuen uns darauf, Sie am 2. und 3. Februar 2017 in Köln begrüßen zu dürfen.

Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen
Prof. Dr. med. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, Direktorin, LVR-Institut für Versorgungsforschung, Ärztliche Direktorin, LVR-Klinik Köln
Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel, Ehem. Direktor des LVR-Instituts für Versorgungsforschung, LVR-Klinikum Düsseldorf, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität

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