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Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung

An allen neun psychiatrischen Fachkliniken des LVR werden derzeit Flüchtlinge behandelt, denn viele von ihnen leiden unter körperlichen, psychischen oder psychosomatischen Folgen von Krieg und Vertreibung. Soziokulturelle und sprachliche Barrieren erschweren allerdings häufig den Zugang zu einer angemessenen Behandlung. Sie können darüber hinaus dazu führen, dass ein traumatischer Ursprung von Beschwerden übersehen wird. Diese Gefahr besteht zum Beispiel bei schweren depressiven Zuständen und bei Psychosen. Umso wichtiger ist es, diese Hürden abzubauen.

Spezialisierte Ambulanzen für Migrantinnen und Migranten sowie für Flüchtlinge

Die LVR-Kliniken Bonn, Düsseldorf, Essen, Langenfeld, Mönchengladbach und Viersen verfügen hierfür über spezialisierte Ambulanzen, die sich mit bedarfsgerechten und oftmals muttersprachlichen Beratungs- und Behandlungsangeboten an Menschen unterschiedlicher Herkunft richten.
Das LVR-Klinikum Düsseldorf ist darüber hinaus führend im Einsatz von Diagnose- und Behandlungskonzepten speziell für psychisch kranke und traumatisierte Flüchtlinge (sogenanntes „Düsseldorfer Modell“).

Trauma-Ambulanzen

Flüchtlinge leiden aufgrund ihrer belastenden Erlebnisse überdurchschnittlich häufig an Traumafolgestörungen. Die LVR-Kliniken in Bedburg-Hau, Bonn, Essen, Köln, Langenfeld und Viersen verfügen über Ambulanzen, die eigens auf die Behandlung psychischer Traumata ausgerichtet sind.

Einsatz von Sprach- und Integrationsmittlerinnen und -mittlern

Um sprachlichen und soziokulturellen Barrieren zu begegnen, ziehen die LVR-Kliniken im Rahmen von Diagnostik und Behandlung bei Bedarf Fachleute hinzu, die sich mit der Sprache und der Kultur der Patientinnen und Patienten auskennen – sogenannte Sprach- und Integrationsmittlerinnen und -mittler.
Aufgrund des steigenden Bedarfs baut der LVR-Klinikverbund sein psychotherapeutisches und psychiatrisches Behandlungsangebot für Flüchtlinge kontinuierlich aus.

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