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Magersucht (Anorexia nervosa)

Die Magersucht ist eine Essstörung, die vor allem bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 25 Jahren vorkommt. Die Diagnose Magersucht wird gestellt, wenn neben den anderen hier angeführten Symptomen das tatsächliche Körpergewicht 15% unter dem Normalgewicht liegt.

Die Krankheitseinsicht fehlt meist und Hungergefühle werden verleugnet, dennoch kreisen ihre Gedanken ständig ums Essen. Durch die geringe Nahrungszufuhr kann es zu körperlichen Folgeerscheinungen kommen und bei Frauen z.B. die monatliche Regelblutung ausbleiben. Die magersüchtigen Mädchen und Frauen sind oft leicht reizbar, depressiv verstimmt und ziehen sich von ihrem familiären Umfeld und Freundeskreis zurück.

Warum jemand magersüchtig wird, ist bis jetzt noch nicht hinreichend geklärt. Es wird angenommen, dass gesellschaftliche, psychische und erbliche Anteile für die Entstehung der Magersucht verantwortlich sind. Das in unserer Gesellschaft bestehende Schlankheitsideal hat ebenso einen Einfluss auf die Entstehung der Magersucht wie ein vorherrschendes geringes Selbstwertgefühl sowie Angst und Unsicherheit hinsichtlich der in der Pubertät stattfindenden Geschlechtsrollenentwicklung.

Behandlungsziele in der Therapie der Magersucht sind Gewichtszunahme, Normalisierung des Essverhaltens sowie die Ermöglichung seelischer Entwicklung. Dazu sind psychotherapeutische Maßnahmen und eventuelle medikamentöse Unterstützung (z.B. bei Depressionen) notwendig.