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Essstörungen

Essstörungen und krankhaftes Übergewicht treten heute fast ausschließlich in westlich orientierten Ländern auf, wo das sichere und reichliche Vorhandensein von Nahrungsmitteln gewährleistet bzw. ein Überfluss an Nahrung vorhanden ist. Was und wieviel gegessen wird, hängt wesentlich von Zweck und Ziel des Essens ab. Es wird gegessen bzw. gefastet, um die Gesundheit zu stärken, die Stimmung zu heben oder den eigenen Körper zu gestalten.

Prävalenzstudien von Essstörungen zeigen, dass lediglich ein Prozent aller Essstörungen weltweit das männliche Geschlecht betreffen. Im Gegensatz dazu gibt es eine hohe Prävalenz für Essstörungen bei Frauen und in Berufsgruppen, in denen der soziale Druck schlank zu sein hoch ist, z. B. bei LeistungssportlerInnen, Models und Tänzerinnen. Vorwiegend Frauen kommen in eine widersprüchliche Situation, einerseits sollen sie sich um das Wohlergehen und die Ernährung der Familie kümmern, andererseits müssen sie ständig auf ihre Linie achten, um den gesellschaftlichen Anforderungen nach Schlankheit gerecht zu werden.